Zum Thema Bürgerenergiegenossenschaften hatte der Kellerclub in Clausthal-Zellerfeld am 24. April 2026 die BürgerEnergie Harz eG (BE Harz) eingeladen.
Klaus-Dieter Voß informierte in seinem Vortrag über die Vorteile genossenschaftlicher Organisation für gemeinsame Bürgerprojekte.
Das Genossenschaftsgesetz gibt einen rechtlichen Rahmen für die demokratische Unternehmensform der Genossenschaft, die gemeinsames Wirtschaften vieler Mitglieder ermöglicht auf der Basis einer Satzung und der Organe Vorstand, Aufsichtsrat und Generalversammlung. Die gezeichneten Anteile der Mitglieder bilden das Eigenkapital des Unternehmens. Auf der Generalversammlung beschließen die Mitglieder über die Verwendung des Gewinns. Jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Anzahl der gezeichneten Anteile. Jedes Mitglied ist anteilig Miteigentümer und Betreiber der genossenschaftlichen Anlagen.
Die BE Harz und ihre Photovoltaikanlagen wurden vorgestellt - sowohl Dachanlagen als auch der Solarpark Dörnten Ost.
Danach ging Klaus-Dieter Voß auf die geplanten Windräder im Werk Tanne ein, die in der Diskussion sind.
Einige Vorbehalte, die es gegen die 3 - 5 Windräder gibt, unterzog er einem Faktencheck, der sie weitestgehend entkräftete. Der Standort im Werk Tanne ist der einzige im gesamten Nordharz, der infrage kommt. Die Fläche ist eine Altlast - wenn nicht hier, wo dann?
Chancen für Clausthal-Zellerfeld ergeben sich nicht nur durch Einnahmen aus der Gewerbesteuer, sondern es ist mit jährlich sechsstelligen Einnahmen für die Kommune durch das niedersächsische Wind- und Solarparkbeteiligungsgesetz (NWindPVBetG, 2024) zu rechnen. Auch Haushalte im Umkreis von 2,5 km würden profitieren.
Im Anschluss an den Vortrag ergab sich eine rege Diskussion mit den Gästen.