Logo der BE Harz egNewsletter April 2026

 

14.04.2026

Liebe Mitglieder, Interessenten und Freunde der Bürgerenergie Harz eG,

 

nach der Winterpause melden wir uns heute bei euch zurück.

Es gibt viele wichtige Neuigkeiten, besonders was die Pläne unserer Regierung zur weiteren Gestaltung der Energiewende angeht. Bitte beachtet dazu die Mitglieder-Info unseres Vorstands.

Erfreulich ist, dass wir einige neue Mitglieder haben, die wir herzlich begrüßen. Auch einige investierende Mitglieder haben sich unserer Genossenschaft inzwischen angeschlossen.

Unsere Themen:

 

Arbeitseinsatz im Solarpark DörntenArbeitseinsatz im Solarpark Dörnten Ost
am 18.04.2026

 

Aktualisierung der Mitgliederdaten und Termin GV 2026Aktualisierung der Mitgliederdaten und
Termin GV 2026

Katherina Reiches NetzpaketEntwürfe für EEG-Novelle 2027, Netzpaket und
Heizungsgesetz in der Kritik

 

Mitglieder-Info des VorstandsMitglieder-Info des Vorstands zu den
Auswirkungen der Gesetzentwürfe
auf weitere Vorhaben

 

Großdemos am 18.04.2026Gemeinsam statt ohnmächtig -
was können wir tun?

 

Neue Förderung für Elektroautos und Ladepunkte in MehrparteienhäusernNeue Förderungen für Elektroautos und
Ladepunkte in Mehrparteienhäusern

 

Exkursion in den Solarpark DörntenSUN2H2-Projekt nutzt Dörntener Solardaten

 

Arbeitseinsatz im Solarpark DörntenVeranstaltungen im Frühjahr

 

 

1. Arbeitseinsatz im Solarpark Dörnten Ost am 18.04.2026

 

Am 18.04.2026 von 10 – 15 Uhr treffen sich Mitglieder, die sich über unsere Bereitschaftsliste per E-Mail oder Signal angemeldet haben, zu Wartungs- und Pflegearbeiten im Solarpark. Treffpunkt und Besprechung um 10 Uhr am Südtor.

Zur Stärkung in der Mittagspause stehen vegetarische Suppe, Brötchen, Würstchen und Kaltgetränke bereit.

Sollte das Wetter einen Arbeitseinsatz unmöglich machen, wird der Termin um eine Woche auf den 25.04.2026, 10 – 15 Uhr, verschoben. Kurzfristige Hinweise vor dem Termin gibt es über Signal, per E-Mail oder auf der Website.

 

Folgende Arbeiten stehen an:

Arbeitseinsatz im Solarpark Dörnten Ost am 18.04.2026

 

-          Westseite: an den Wechselrichtern entlang der Bahnlinie ist eine Schalldämmung anzubringen. Zweierteams.

-          Süd- und Ostseite: Zustand der gepflanzten Sträucher begutachten und ggf. die Pflanzen freischneiden oder zur Nachpflanzung markieren

-          Ostseite bei mittlerem Tor: Niveauausgleich für den Stellplatz der Feuerwehr; mit Steinen aus dem Park auffüllen

-          Ostseite: in Zaunnähe mehrere Steinhaufen und Sandflächen errichten für Wildbienen und Eidechsen

-          Westseite: probeweise einige Nistkästen und Insektenhotels anbringen

-          Im gesamten Solarpark: Begehung (in Teams), Zurückschneiden von trockenen Hochstauden, wo Module verschattet werden

Weitere Informationen zum Arbeitseinsatz findet ihr auf unserer Website.

Wer sich noch anmelden möchte, kann dies über die Signalgruppe (oben rechts auf unserer Homepage) tun oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

2. Aktualisierung der Mitgliederdaten und Termin der Generalversammlung 2026

 

Für zukünftige Ausschüttungen wurden in den letzten Wochen fehlende Mitgliederdaten per E-Mail angefragt. Die meisten angeschriebenen Mitglieder haben die fehlenden Daten inzwischen per E-Mail oder Post mitgeteilt.

Wir bitten alle, die noch nicht auf unsere Anfrage geantwortet haben, um Mitteilung von Geburtstag und/oder IBAN.

Aktualisierung Mitgliederdaten und Termin GV 2026

 

Termin der BE Harz-Generalversammlung: 22.06.2026, 19 Uhr

Der Termin für die Generalversammlung 2026 steht bereits fest: am 22.06.2026 um 19 Uhr im GoTEC auf dem Energiecampus Goslar, Am Stollen 19 C. Die Einladungen mit Agenda werden per E-Mail zugeschickt. Wer keine E-Mail-Adresse hat, erhält die Einladung mit der Post. 

 

3. Entwürfe für EEG-Novelle 2027, Netzpaket und Heizungsgesetz in der Kritik

 

Der Krieg im Iran und die Blockade der Straße von Hormus führen uns täglich vor Augen, wohin uns die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern führt und wie leicht zentrale Anlagen anzugreifen sind.

Das allein sollte schon ein starkes Argument für den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und dezentraler Energieversorgung sein, vom Klimaschutz mal ganz abgesehen.

Die bisher besonders im Stromsektor erfolgreiche Energiewende stockt auf halbem Weg. Sie muss wegen zu langsamen Netzausbaus, lahmender Digitalisierung und fehlender Speicher an einigen Stellschrauben nachjustiert werden.  

Statt konsequent bei den Ursachen anzusetzen und notwendige Prozesse zu beschleunigen, setzen die Entwürfe zum sogenannten Netzpaket, der EEG-Novelle und dem Gebäudemodernisierungsgesetz Prioritäten, die die Energiewende ausbremsen und von vielen Seiten kritisiert werden, darunter nicht nur politische Akteure, sondern zahlreiche Unternehmen, Vertreter der Industrie, Branchen- und Umweltverbände, Wirtschaftsweise und Teile der Energiewirtschaft.

 

EEG-Novelle 2027:

Der Anteil erneuerbarer Energie an der Stromproduktion liegt mittlerweile bei 60 %. Bürgerenergie hat durch genossenschaftliche Anlagen und die vielen kleinen PV-Anlagen auf privaten Dächern einen erheblichen Anteil daran. In den Sektoren Verkehr und Gebäude steuern die Erneuerbaren allerdings erst 23% bei, es ist noch viel Luft nach oben.

Der geleakte Referentenentwurf zur EEG-Novelle 2027 wird in folgenden Punkten kritisiert:

-          Abschaffung der festen Einspeisevergütung: Die feste Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen (insbesondere unter 25 kWp) soll gestrichen werden. Kritiker sehen darin einen "Frontalangriff auf die Energiewende" und das Ende der bürgernahen Solarstromerzeugung.

-          Verpflichtende Direktvermarktung: Auch für kleinere Anlagen soll eine Direktvermarktung verpflichtend werden. Dies bedeutet einen enormen bürokratischen und technischen Aufwand für Betreiber von Hausdachanlagen, was den Ausbau hemmen könnte.

-          Einspeisebegrenzung (50%-Kappung): Es wird eine 50-prozentige Einspeisebegrenzung für Anlagen kleiner 100 kWp diskutiert. Kritiker befürchten, dass dadurch die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen, besonders in Kombination mit Speichern, drastisch sinkt.

-           Benachteiligung privater Investoren: Durch die Änderungen wird befürchtet, dass die Dezentralisierung der Energieversorgung gestoppt wird und die Energiewende von einer Bürgerangelegenheit zu einer Angelegenheit großer Energiekonzerne wird.

-          Gefahr für Handwerksbetriebe: Branchenvertreter warnen, dass der Wegfall der Förderung tausende spezialisierte Handwerksbetriebe in die Pleite treiben könnte.

-          Ungeeignete Maßnahmen zur Marktintegration: Zwar wird die Notwendigkeit einer besseren Marktintegration von Erneuerbaren anerkannt, aber die gewählten Maßnahmen im EEG 2027 werden von Branchenverbänden wie dem bne (Bundesverband Neue Energiewirtschaft) als "ungeeignet" bezeichnet. 

 

Netzpaket:

Der Entwurf zum sogenannten „Netzpaket“ von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), der im Februar 2026 bekannt wurde, steht aus mehreren Gründen unter scharfer Kritik von Umweltverbänden, Teilen der Energiewirtschaft und politischen Akteuren:

-            Bremse für den Ausbau erneuerbarer Energien: Kritiker, darunter der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und Branchenvertreter, befürchten, dass der Entwurf den Ausbau von Wind- und Solaranlagen massiv ausbremst.

-            Wegfall von Entschädigungen bei Abregelung: Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass Anlagenbetreiber in stark belasteten Gebieten für zehn Jahre auf Entschädigungszahlungen verzichten sollen, wenn ihre Anlagen wegen Netzüberlastung abgeregelt werden müssen (Wegfall des sogenannten Redispatch-Anspruchs).

-            Höhere Kosten für Betreiber: Die Einführung von Baukostenzuschüssen, die Netzbetreiber von Betreibern von Solar- oder Windparks für den Netzanschluss verlangen dürfen, führt zu höheren Kosten und geringeren Einnahmen für die Erneuerbaren-Branche.

-            Bevorzugung von Netzbetreibern / Lobbyismus-Vorwürfe: Dem Entwurf wird vorgeworfen, einseitig die Interessen von Netzbetreibern zu bedienen („Ein Paket für E.ON“, Michael Kellner, Energieexperte der GRÜNEN-Bundestagsfraktion), anstatt die Energiewende voranzutreiben.

Statt den zu langsamen Netzausbau zu beschleunigen, sollen stattdessen die Erneuerbaren Energien ausgebremst werden.

-            Gefährdung der dezentralen Energiewende: Bürgerenergie-Verbände fordern eine Überarbeitung, da sie die dezentrale Energiewende durch die neuen Regeln gefährdet sehen.

-            Europarechtliche Bedenken: Es wird angezweifelt, ob der Entwurf mit EU-Recht vereinbar ist.

-            Konfliktpotenzial statt Lösungen: Der Entwurf schaffe neue Konflikte, statt Lösungen für die Integration von erneuerbarer Energie zu bieten. 

(Solarserver)

Zusammenfassend wird kritisiert, dass das Netzpaket die Energiewende verlangsamt, die Kosten für Erneuerbare-Energien-Projekte erhöht und die Netzbetreiber einseitig stärkt, um die Stromnetze zu entlasten, anstatt den Ausbau der Infrastruktur zu beschleunigen.

 

Katherina Reiches Netzpaket

 

Katherina Reiches Netzpaket

 

Gebäudemodernisierungsgesetz (Heizungsgesetz):

Der Entwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), der im Frühjahr 2026 als Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vorgestellt wurde, steht vor allem wegen der Rücknahme von Klimaschutzzielenhoher Kostenrisiken und einer drohenden Verunsicherung bei Verbrauchern in der Kritik. Der Entwurf sieht vor, das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) zum 1. Juli 2026 durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) abzulösen. 

Die Hauptkritikpunkte:

-            Rückschritt beim Klimaschutz: Umweltverbände und Klimaforschende bezeichnen die Pläne als „katastrophale Verwässerung“. Der Entwurf wird als Abkehr von der bisherigen Linie gesehen, da die 65%-Erneuerbare-Energien-Vorgabe für neue Heizungen abgeschafft wird.

-            „Kostenfalle“ für Mieter und Eigentümer: Der Deutsche Mieterbund warnt, dass durch die neuen Regelungen Modernisierungskosten auf Mieter umgelegt werden könnten, was zu einer unbezahlbaren Mehrbelastung führt. Auch für Eigentümer bestehen hohe Kostenrisiken.

-            Wärmewende wird gebremst: Die Pflicht zum Einbau von erneuerbaren Heizungen entfällt, stattdessen wird auf eine gestufte Grüngas-/Grünölquote bis 2040 gesetzt. Kritiker, wie der Bundesverband Geothermie, sehen darin eine Bremse für den dringend benötigten Einbau von Wärmepumpen. Zudem sind bisher diese grünen Energieträger nur unzureichend verfügbar und ihre Nutzung zur Wärmeerzeugung durch Verbrennung deutlich ineffizienter als eine direkte Nutzung des Ökostroms in einer Wärmepumpe.

-            Verunsicherung und fehlende Planungssicherheit: Handwerksverbände und Verbraucherschützer kritisieren den schnellen Systemwechsel und die mangelnde Klarheit über die zukünftige Wärmeversorgung, was zu Unsicherheit bei Heizungsbauern und Verbrauchern führt.

-            Konflikt mit EU-Vorgaben: Es wird befürchtet, dass das Gesetz im Widerspruch zu EU-Vorgaben (EPBD - Energy Performance of Buildings Directive) steht, die eine strengere Energieeffizienz verlangen.

-            Kritik an der Regierungsarbeit: Die Opposition und Branchenvertreter sehen den Entwurf als mühsamen Kompromiss, der die Wärmewende verzögert.

 

Offene Fragen:

Unsere Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche war Anfang der 2010er Jahre als Staatssekretärin neben dem damaligen Umweltminister Peter Altmaier maßgeblich beteiligt, durch drastische Kürzungen der Förderungen (EEG-Umlage) den Ausbau der Solarenergie stark zu bremsen. Die Politik beider Akteure wird oft als Hauptursache für die darauffolgende Krise der Solarbranche, den Abbau zehntausender Arbeitsplätze und die Insolvenz vieler Solarunternehmen bezeichnet.

Dadurch sind hohe volkswirtschaftliche Schäden entstanden. 

Ihr anschließender Wechsel in die Privatwirtschaft zu einem Unternehmen, das Geld mit Strom- und Gasnetzen verdient, wirft Fragen auf, wessen Wohl und Zukunft sie als Bundeswirtschaftsministerin mit ihrer aktuellen Politik im Blick hat.

 

Mitglieder-Info des Vorstands

 

4. Mitglieder-Info des Vorstands zu den Auswirkungen der Gesetzentwürfe auf weitere Vorhaben

 

Liebe Genossenschaftsmitglieder,

vor Kurzem hat die Bundeswirtschaftsministerin ein neues Energiekonzept vorgestellt.

Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie schnell der Ausbau erneuerbarer Energien weitergehen soll, welche Rolle neue Gaskraftwerke spielen und wie die Energiewende insgesamt „realistischer“ geplant werden kann.

WAS BEDEUTET DAS NEUE ENERGIEKONZEPT FÜR BÜRGERENERGIE?

Wir möchten euch dazu eine kurze Einordnung geben – aus Sicht unserer Energiegenossenschaft.

UNSERE BESTEHENDEN PROJEKTE SIND SICHER

Zunächst die wichtigste Nachricht:

Unsere laufenden Photovoltaik-Projekte sind weiterhin stabil aufgestellt. Bei Anlagen, die bereits gebaut sind, besteht durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen eine langfristige Absicherung über viele Jahre.

Das heißt: Euer Geld arbeitet weiterhin zuverlässig in der regionalen Energiewende.

NEUE PROJEKTE BRAUCHEN VERTRAUEN UND VERLÄSSLICHKEIT

Als Genossenschaft leben wir davon, dass wir gemeinsam neue Projekte entwickeln können:

• neue PV-Flächen

• weitere Beteiligungsmöglichkeiten

• Wachstum in der Region

• mehr Mitglieder, mehr Wirkung

Damit das funktioniert, brauchen wir vor allem eines: Planungssicherheit.

Wenn politische Rahmenbedingungen ständig neu diskutiert oder Ziele abgeschwächt werden, entsteht Unsicherheit:

• Lohnt sich ein neues Projekt noch?

• Bleiben Regeln und Vergütungen stabil?

• Können wir Mitgliedergeld verantwortungsvoll einsetzen?

Genau diese Fragen stellen sich derzeit viele Bürgerenergiegesellschaften in Deutschland.

BÜRGERENERGIE IST KEIN GROSSKONZERN

Wir sind keine internationale Investmentfirma. Wir sind Menschen aus der Region, die gemeinsam etwas aufbauen:

• demokratisch

• transparent

• langfristig

• vor Ort

Unsere inzwischen 590 Mitglieder zeigen, dass dieses Modell funktioniert.

Deshalb wollen wir weiterwachsen, um gemeinsam mehr Wirkung zu erzielen.

Dafür brauchen wir vor allem rechtliche Stabilität. Ein ewiger Zickzackkurs bremst nicht nur uns, sondern die Energiewende als Ganzes aus.

UNSER WUNSCH AN DIE POLITIK:

• klare Ausbauperspektiven für erneuerbare Energien

• stabile Regeln für neue Projekte

• eine Energiepolitik, die Bürgerbeteiligung ernst nimmt

• Rahmenbedingungen, die dezentralen Initiativen Raum für Geschäftsmodelle bietet

• politische Kommunikation, die Vertrauen schafft

• politisches Handeln, das konstruktiv auf das Erreichte der Vorgänger aufbaut und dies langfristig weiterentwickelt.

Die Energiewende gelingt nur gemeinsam. Dazu braucht es Berlin genauso wie uns hier im Harz.

WIE GEHT ES WEITER?

Wir als Vorstand verfolgen die Entwicklungen sehr genau. Unser Ziel bleibt:

Weitere Projekte möglich machen – mit Augenmaß, Verantwortung und regionaler Stärke.

Wir halten euch über die nächsten Schritte und Planungen wie immer transparent auf dem Laufenden.

Vielen Dank, dass ihr Teil dieser Genossenschaft seid.

Mit herzlichen Grüßen

Euer Vorstand

BürgerEnergie Harz eG

 

5. Gemeinsam statt ohnmächtig - was können wir tun?

 

Überall hört man schlechte Nachrichten zur Energiepolitik – doch wir können etwas bewegen! Die EEG-Novelle und das Netzpaket sind noch nicht offiziell.

Lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen für Bürgerenergie setzen!

 

Großdemos am 18. April 2026 in Köln, Hamburg, Berlin und München

-      Kommt zu den Großdemos „Erneuerbare Energien verteidigen“ am 18. April in Hamburg, Köln, Berlin oder München – zeigt Flagge für eine dezentrale, faire Energiewende. Trägerkreis der Demonstrationen sind Campact, DUH, Fridays for Future, Greenpeace, Germanwatch, GermanZero und WWF. Konkretes Ziel der Demonstrationen ist es, die Bundesregierung zu bewegen, die Pläne für ein Netzpaket und ein neues Erneuerbaren-Energien- und Gebäudemodernisierungsgesetz vom Tisch zu nehmen und mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu machen. 

-      In Braunschweig findet am 24.04.2026 um 14 Uhr auf dem Schlossplatz eine Demonstration von Fridays For Future statt. Neue Kraftwerke, mehr Gasimporte, geplante Gasbohrungen nicht nur vor Borkum: in den nächsten Monaten werden Milliarden in Gas statt in die Energiewende investiert. Fridays For Future fordert, statt die Energiewende aktiv abzubauen, sollte eine verbesserte Netzintegration im europäischen Strommarkt, der Netzausbau, der Ausbau von Speichern und weitere Lösungen für mögliche Probleme der Energiewende angestrebt werden.

-      Unterzeichnet und teilt die Petition „Energiewende retten!“ von Campact

-     Schreibt Euren Abgeordneten und wendet Euch an die regionale Presse. Ihr könnt dafür die Vorlagen der Bürgerwerke benutzen und mit euren eigenen Standpunkten abwandeln:

- Anschreiben an eure  Abgeordneten

- Anschreiben an die  regionale Presse

 

6. Neue Förderungen für Elektroautos und Ladepunkte in Mehrparteienhäusern

 

Elektroautos:

Wer ein Elektroauto oder ein Auto mit Plug-in-Hybrid-Antrieb oder Reichweitenverlängerer – sogenannte Range-Extender – kauft oder least, kommt nicht nur in den Genuss einer KFZ-Steuerbefreiung, sondern erhält unter bestimmten Voraussetzungen auch eine soziale Unterstützung durch den Bund.   

Je nach Fahrzeugtyp, Einkommen und Haushaltsgröße gibt es zwischen 1500 € und 6000 €. Die Förderung ist voraussichtlich ab Mai online zu beantragen, rückwirkend für Neuzulassungen (Neukauf oder Leasing) ab 01.01.2026.

Der Zuschuss hängt vom Fahrzeugtyp ab. Er beträgt für reine E-Autos mindestens 3000 €, für Plug-in-Hybride mindestens 1500 €.

Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 80.000 € können die Förderung beantragen. Für die ersten beiden Kinder im Haushalt steigt die Einkommensgrenze um jeweils 5000 €, max. auf 90.000 €. Der Zuschuss steigt pro Kind um jeweils 500 € auf insgesamt maximal 4000 €.

Niedrigere Einkommen werden stärker gefördert. Bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen pro Jahr unter 60.000 € ist eine Aufstockung der Förderung um 1000 Euro und unter 45.000 € um weitere 1000 € vorgesehen. Damit ist eine Gesamtförderung bis zu 6000 € für reine E-Autos und 4500 € für Plug-in-Hybride oder E-Autos mit Range Extender möglich. 

Das Fahrzeug muss vom Antragsteller mindestens 36 Monate ab Erstzulassung behalten werden. Weitere Informationen auf den Seiten der Bundesregierung.

 

Ladepunkte in Mehrparteienhäusern:

Die Bundesregierung hat zum Ausbau der Elektrolade-Infrastruktur in Deutschland ein neues Programm für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) aufgelegt.

Gefördert werden die Anschaffung und Errichtung von privater Ladeinfrastruktur, z.B. Wallboxen in Verbindung mit der entsprechenden technischen Ausrüstung. Auch der Netzanschluss oder notwendige Baumaßnahmen sind förderfähig.

Antragsteller: Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Privateigentümer von Wohneigentum zur Vermietung und Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienunternehmen mit einem größeren Wohnungsbestand.

Je Stellplatz gibt es Zuschüsse in Form einer Pauschale von max. 1300 € für die Vorverkabelung ohne Wallbox, bis zu 1500 € für den Aufbau einer Wallbox inklusive Vorverkabelung. Die Wallbox darf nicht öffentlich zugänglich sein und muss mind. 11 kW, max. 22 kW leisten. Unterstützt der Ladepunkt bidirektionales Laden, beträgt der Zuschuss bis zu 2000 €.

Voraussetzungen: Pro Mehrfamilienhaus müssen mindestens 6 Stellplätze sowie mindestens 20% aller Stellplätze elektrifiziert werden. Dabei genügt es jedoch, wenn die Stellplätze von Fachleuten vorverkabelt werden. Mehrfamilienhäuser mit weniger als 6 Stellplätzen sowie gewerbliche Nutzer sind von der staatlichen Subvention ausgeschlossen. Die geförderten Wallboxen müssen mindestens drei Jahre lang betrieben werden. Die Verwendung der Ladeinfrastruktur muss grundsätzlich unter Nutzung erneuerbarer Energien erfolgen, z.B. durch einen Ökostromtarif oder die eigene PV-Anlage.

Antragsfenster für WEG, KMU und Privateigentümer bei Vermietung: 15.04.- 10.11.2026.

Antragsfenster für Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienunternehmen: 15.04. – 15.10.2026.

Weitere Informationen und Anträge ab 15.04.2026 unter https://www.laden-im-mehrparteienhaus.de.

 

7. Direkte PV-Power für grünen Wasserstoff - SUN2H2 nutzt Dörntener Solardaten

 

Im Rahmen des neuen Forschungsprojekts „SUN2H2“ verfolgen die TU Clausthal und die WEW GmbH einen innovativen Ansatz, um die Wirtschaftlichkeit von Wasserstoff-Elektrolyseprojekten zu verbessern. Ziel ist es, grünen Wasserstoff künftig möglichst direkt aus dem PV-Strom ohne Umwandlung zu erzeugen.

Für dieses Vorhaben erhält SUN2H2 reale Betriebsdaten aus unserer PV-Freiflächenanlage in Dörnten aus dem Jahr 2025. Die Daten sollen helfen, das Betriebsverhalten der Elektrolyse bei variierender Solarstrahlung zu analysieren, insbesondere im Hinblick auf Wirkungsgrad, Dynamik, Gasqualität und Degradation.

Das Forschungsteam nahm unser Angebot einer Exkursion zur Solaranlage gern an. Geführt von Klaus Voß erhielten die Forschenden einen praktischen Einblick in die Anlage und ihre Dimensionen. Das Feedback war durchweg sehr positiv, da die Größe der Anlage und die bereitgestellten Daten für die weitere Forschungsarbeit als besonders hilfreich und beeindruckend bewertet wurden.

 

Exkursion in den Solarpark Dörnten Ost

 

 

8. Veranstaltungen im Frühjahr

 

Die KVHS Goslar veranstaltet in diesem Frühjahr eine Reihe von Webinaren zum Thema ‚Klima und Wir‘. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis zwei Tage vor dem Termin.

Wir finden, das ist eine gute Gelegenheit, Aspekte, die uns als Bürgerenergiegenossenschaft betreffen, mit anderen Mitbürgern zu diskutieren, Ideen zu sammeln und auf uns aufmerksam zu machen.

Wer von euch Lust und Zeit hat, sich zu beteiligen, findet die Anmeldelinks unten in der

Veranstaltungsliste:

-          22.04.2026, 18 – 19:40 Uhr - online: KVHS-Webinar, kostenlos,

Klima und Beteiligung: Wie können wir vor Ort wirksam werden?‘, Dr. Jonathan Seim, Anmeldung hier

-          24.04.2026, 19:30 - 21 Uhr – Clausthal-Zellerfeld, Kellerclub im Stuz e.V.:

Vortrag ‚“Regenerative Energien gemeinschaftlich organisiert‘, Klaus-Dieter Voß

-          25.04.2026, 13 – 18 Uhr – Braunlage, Mitte:

1. Harzer Nachhaltigkeitsmarkt 2026 (Infostand BE Harz)

-          07.05.2026, 18 – 19:30 Uhr - online: KVHS-Webinar, kostenlos,

Klima und Psychologie: Wenn Wissen allein nicht reicht‘, Anna-Sophie von Agris, Anmeldung hier

-         07.05.2026, 17:00 – 19:00 Uhr, Dörnten: , kostenlos, 

Harzklub-Wanderung mit Besichtigung des Solarparks Dörnten Ost, Dirk Lübker; Treffpunkt: 17 Uhr Dörnten Kreuzung Grubenweg/Hinter der Bahn (bei der Bahnbrücke); die Wanderung steht allen Personen offen

-          22.05.2026, 15:30 – 17:45 Uhr, Dörnten: KVHS-Exkursion, kostenlos, 

Führung durch den Solarpark Dörnten Ost, Klaus-Dieter Voß, Anmeldung bis 11.05.2026 hier

-          03.06.2026, 18 – 19:30 Uhr - online: KVHS-Webinar, kostenlos,

Klima und Finanzen: Grün investieren – aber wie?‘, Michael Herte, Anmeldung hier

-          06.06.2026, Neustadt / Harz,

Naturschutztag des Harzklubs (Infostand BE Harz)

-         06.06.2026, Wolfenbüttel,

WUM im WOW (Infostand BE Harz)

-          20.06.2026, 13 – 18 Uhr – Braunlage, Mitte:

2. Harzer Nachhaltigkeitsmarkt 2026 (Infostand BE Harz)

 

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In eigener Sache:

Wir haben etwa 20 aktive Mitglieder, die sich dauerhaft in unseren Arbeitsgruppen engagieren oder sich an einzelnen Arbeitseinsätzen beteiligen. Dafür ein herzliches Dankeschön. Ohne diese ehrenamtliche Arbeit wäre vieles nicht möglich.

Was uns noch in unserer Runde fehlt, ist

-         eine Person mit Erfahrung im Bankwesen (Kredite und Förderprogramme) und

-         eine Person, die sich um unseren Facebook- und Instagram-Auftritt (in Vorbereitung) kümmert.

Wenn du Zeit und Lust zum Mitmachen hast, freuen wir uns auf deine Rückmeldung und deine Ideen. 

 

Interessante Nachrichten:

Auf Länderebene formiert sich Widerstand gegen die Politik der Bundeswirtschaftsministerin. Auf der  SonderEnergieministerkonferenz Niedersachsen am 27.03.2026 wurde eine gemeinsame Erklärung von 15 Bundesländern (außer Bayern) verabschiedet: https://www.enmk.de/documents/gemeinsame-erklaerung-15-laender-sonder-enmk-27-03-2026.pdf

Darin wird angesichts der derzeitigen Energiekrise von der Bundesregierung gefordert, die Versorgungssicherheit zu bezahlbaren Preisen sicherzustellen, zur Entlastung von Verbrauchern die Absenkung der Stromsteuer auf alle Verbrauchsgruppen auszuweiten (Koalitionsvertrag) und erneuerbare Energien nebst Infrastruktur weiter auszubauen, um die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffexporten zu verringern. Für den notwendigen Aus- und Umbau der Energieinfrastruktur brauche es stabile gesetzliche Rahmenbedingungen und Finanzierungsinstrumente. 

Auch die Stadtwerke erheben ihre Stimme gegen die Gesetzentwürfe der Bundeswirtschaftsministerin. 

Wir erwarten mit Spannung die weiteren Entwicklungen.

Mit energiegeladenen Grüßen

eure Bürgerenergie Harz eG

 

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